Regionalklassen
 

Autoversicherung 2017 - Regionalklasse und Pkw Typklasse


Die Umstufungen bei den Pkw Typklassen und Regionalklassen wirken sich auf den Jahresbeitrag Ihrer Autoversicherung 2017 aus. Im ungünstigsten Fall müssen Sie mit bis zu 500 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., kurz GDV, hat die geplanten neuen Regionalklassen für die Autoversicherung bekannt gegeben. Die Regionalklasse hängt von der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge, vom Fahrverhalten der Autofahrer und von den örtlichen Straßenverhältnissen ab. Die Regionalklassen zeigen einen statistischen Wert. Für die Haftpflicht gibt es 12, die Teilkasko 16 und die Vollkasko 9 Regionalklassen. Die Regionalstatistik wird einmal im Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft herausgegeben.
Aus der Höhe und der Anzahl der Schäden, die von den Fahrern mit dem jeweiligen Autokennzeichen insgesamt verursacht und von der Kraftfahrzeugversicherung reguliert wurden, ergibt sich der für einen Zulassungsbezirk angegebene Indexwert. Dieser Wert lässt daher keine Rückschlüsse über die Verkehrssicherheit in dem Zulassungsbezirk oder die gesamte Unfallhäufigkeit zu. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 100 (Prozent). Die Regionalklassen Tabelle 2017 finden Sie auf der Webseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Hier können Sie die Veränderungen der Regionalklassen selbst abfragen.
Die PKW Typklassen zeigen die Unfall- und Schadenbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells. Wurde gegenüber den Vorjahren mit einem Fahrzeugtyp weniger Schäden gemeldet und entschädigt, wird das Fahrzeugmodell in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Damit man die Typklasse eines Autos exakt bestimmen kann, analysiert jährlich der GDV die Schadenbilanzen der Autotypen. Gemäß Typklassenstatistik gibt es für die Kfz Haftpflicht 16 (10-25), für die Vollkasko 25 (10-34) und für die Teilkasko 24 (10-33) Typklassen. Erstmals werden das Alter des Versicherungsnehmers sowie des jüngsten Fahrers des Kraftfahrzeugs bei der Einteilung berücksichtigt.
Gemäß den aktuellen Daten der Schadenentwicklung werden jährlich die Statistiken für ca. 27.000 Automodelle angepasst.
Die Regionalklassen werden jährlich neu vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft berechnet, dabei fließen verschiedene statistische Werte ein. Je niedriger die Regionalklasse, desto günstiger wirkt sich das auf den Beitrag Ihrer Kfz Versicherung aus.
Für die Höhe der Regionalklasse ist neben der Zahl der Unfälle in einem Zulassungsbezirk ebenfalls wichtig, wie viele Fahrzeug-Einbrüche und Diebstähle es gibt.
Die Schadenbilanz jedes Zulassungsbezirks wird versicherungstechnisch in einen Indexwert umgerechnet. Der Index errechnet sich aus der Anzahl und Höhe der Schäden (Bundesdurchschnitt: 100). Liegt der Wert über 100, ist die Schadenbilanz schlechter als der Durchschnitt. Anhand des Indexwertes erfolgt die Einteilung in die jeweilige Regionalklasse (Haftpflicht 12 Klassen, Vollkasko 9 und Teilkasko 16).
Die Auswirkungen der neuen Typklassen für 2017 sind
bei der Haftpflicht: In der Haftpflichtversicherung erhalten laut dem Typklassenverzeichnis 2017 rund 32 Prozent der versicherten Autos eine geänderte Einstufung. Hier ein paar Beispiele mit den niedrigeren Typklasseneinstufungen für die Modelle: Subaru Forester 2.0 (2 Stufen niedriger), ebenso der Skoda Fabia 1.9 TDI und Mercedes GLK 280.
bei der Vollkasko: 2017 gibt es für 37 Prozent der rund 8 Millionen vollkaskoversicherte PKW eine niedrigere Einstufung. In der Vollkasko werden unter anderem der Honda Jazz 1.2, der Nissan Qashqai 1.2, der Porsche Boxster 3.4 und der Fiat 500 1.2 jeweils 2 Stufen niedriger eingestuft.
bei der Teilkasko: Gemäß der Typklassenstatistik 2017 des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bleibt die Einstufung in der Teilkasko für 57 Prozent unverändert und 38 Prozent (4,7 Millionen Pkw) rutschen in niedrigere Klassen, wie z. B. der Honda Jazz 1.2 und der Fiat 500 1.2.

Die Auswirkungen der neuen Regionalklassen für 2017 sind
bei der Haftpflicht: Laut dem Ergebnis der aktuellen Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind die Regionalklassen 2017 mit dem niedrigsten Indexwert der Zulassungsbezirk Ludwigsust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Regionalklasse 1, Index 71,60) und mit dem höchsten Indexwert der Zulassungsbezirk Offenbach in Hessen (Regionalklasse 12, Index 133,81).
bei der Vollkasko: Die beste Schadensbilanz (= der niedrigste Indexwert der Regionalklassen-Statistik) in der Vollkaskoversicherung errechneten die GDV-Statistiker für die Wesermarsch, Niedersachsen (Regionalklasse 1) und die schlechteste Regionalklasse mit 9 für die Region Ostallgäu in Bayern.
bei der Teilkasko: Den niedrigsten Indexwert in der Teilkaskoversicherung hat der Zulassungsbezirk Bamberg in Bayern und den höchsten Ostallgäu in Bayern mit der Regionalklasse 15.


Die Auswirkungen der neuen Typklassen für 2016 sind
bei der Haftpflicht: 16 (10 bis 25) Typklassen gibt es in der Haftpflicht. In der Haftpflichtversicherung erhalten laut dem Typklassenverzeichnis rund 14 Prozent niedrigere Einstufungen und 16 Prozent höhere. Die meisten Fahrzeuge werden lediglich um eine Klasse umgestuft. Hier ein paar Beispiele mit den niedrigeren Typklasseneinstufungen: Audi 8V (A3 Sportback 1.6 TDI) -2 Klassen, Ford JK8 (B-Max 1.0) -2 Klassen, VW AUV (Golf VII Variant 2.0 TDI) -2 Klassen und BMW 3 C (420D Coupe) -1 Typklasse.
bei der Vollkasko: 25 Typklassen (10 bis 34) gibt es in der Vollkaskoversicherung. 2016 gibt es für rund 8,6 Millionen vollkaskoversicherte PKW eine niedrigere Einstufung.
bei der Teilkasko: 24 Typklassen (10 bis 33) gibt es in der Teilkaskoversicherung. Gemäß der Typklassenstatistik 2016 des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ändert sich für 5,3 Millionen Fahrzeuge mit Teilkasko die Einstufung.

Die Auswirkungen der neuen Regionalklassen für 2016 sind
bei der Haftpflicht: Laut dem Ergebnis der aktuellen Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) profitieren von den besseren Regionalklassen in der Kfz Haftpflicht ca. 20 Prozent der Autofahrer in Deutschland, rund 15 Prozent werden heraufgestuft. Die niedrigsten Regionalklassen haben die Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die höchste Regionalklasseneinstufung ist in Berlin.
bei der Vollkasko: Die beste Schadensbilanz (= der niedrigste Indexwert der Regionalklassen-Statistik) in der Vollkaskoversicherung errechneten die GDV-Statistiker für die Wesermarsch in Niedersachsen und die schlechteste Regionalklasse mit 9 für die Region Ostallgäu in Bayern.
bei der Teilkasko: Den niedrigsten Indexwert (Regionalklasse 1) in der Teilkaskoversicherung hat der Zulassungsbezirk Münster/ Westfalen und den höchsten Ostallgäu in Bayern mit der Regionalklasse 15.


Die Auswirkungen der Typklassen für 2015 sind
bei der Haftpflicht: 16 Typklassen gibt es in der Haftpflicht. In der Haftpflichtversicherung sind insgesamt 26 Prozent von der Änderung betroffen. Für ca. 12 Prozent verbessert und für knapp 14 Prozent verschlechtert sich die Typklasse. In der Typklassenstatistik werden in der Autohaftpflichtversicherung seit 2014 die Jahre stärker berücksichtigt, die ein Autofahrer unfallfrei fährt. Bislang endete die SF-Staffelung bei 25 unfallfreien Jahren. Seit 2014 wurde die Staffel auf 35 Jahre erweitert. Gemäß dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zeigt sich in der Regionalstatistik ein deutliches Süd-Ost-Gefälle. Der Grund dafür ist: Die Schadensbilanz der Autofahrer fällt im Osten (Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern) geringer aus als im Süden (Bayern) der Republik.
bei der Vollkasko: 25 Typklassen gibt es in der Vollkaskoversicherung. Für 2015 wird es für knapp 36 Prozent aller Autofahrer neue Einstufungen geben. Laut Regionalstatistik ist die Vollkasko in Niedersachsen mit am günstigsten.
bei der Teilkasko: 24 Typklassen gibt es in der Teilkaskoversicherung. 2015 ändert sich für 53 Prozent aller zugelassenen Pkw-Fahrer nichts, sie bleiben wie gewohnt eingestuft.
Die Auswirkungen der Regionalklassen für 2015 sind
bei der Haftpflicht: Bei knapp 74 Prozent aller Autofahrer bleibt alles beim alten.Vor allem hohe Regionalklassen in der Kfz Haftpflicht gelten in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die niedrigsten Regionalklassen haben die Städte Schwerin und Erfurt.
bei der Vollkasko: In der Vollkasko entspricht der Bundesdurchschnitt 100 der Regionalklasse 4. Das Bundesland Niedersachsen hat die niedrigste Regionalklasse 1 und das Bundesland Bayern die höchste (9).
bei der Teilkasko: In der Teilkaskoversicherung entspricht der Bundesdurchschnitt 100 der Regionalklasse 7. Die Regionen Münster/ Westfahlen, Erlangen und Würzburg haben die niedrigste Regionalklasse (1).

Je niedriger die Einstufung in der Versicherungsklasse, desto günstiger ist die Kfz Versicherung.
Die geänderten Regionalklassen und Typklassen für Neuverträge werden in der Regel bereits zum 01. Oktober angewandt. Bei den bestehenden, laufenden Versicherungspolicen werden die neuen PKW Typ- und Regionalklassen erst zu Beginn der nächsten Hauptfälligkeit (üblicherweise zum 01. Januar) wirksam.
Wenn Sie Ihre Kfz Versicherung zum 01. Januar 2017 wechseln möchten, müssen Sie bis 30. November 2016 Ihre bisherige Versicherungspolice kündigen.
Den entsprechende Kündigungsvordruck finden Sie hier: Versicherungskündigung

Die folgenden Berichte stehen nicht im Zusammenhang mit der voranstehenden Online Berechnung. Hier können Meldungen von Autoversicherungen folgen, die nicht im oben aufgeführten Vergleich gelistet sind. Die Nachrichten sollen Ihnen als hilfreiche Information dienen.
Hier finden Sie interessante Tipps und Infos zu den Themen Regionalklassen und Typklassen:
Regionalklasse und günstige Kfz Versicherungen - Für viele Autofahrer wird in vielen Regionen die Versicherung im kommenden Jahr teurer, denn dann gelten die neuen Regionalklassen 2017. Besonders niedrige Einstufungen ergeben sich für Autofahrer in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Ein kostenloser Tarifvergleich Ihrer Kfz Versicherung kann sich also auszahlen.
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Je höher die jährliche Fahrleistung desto größer ist der Anteil der Punktesünder - Mecklenburg-Vorpommern ist Spitzenreiter, Saarland ist Schlusslicht.

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